Erleichterte Einbürgerung

    Erleichterte Einbürgerung

      Für erleichterte Einbürgerungen ist der Bund zuständig. Das Staatssekretariat für Migration entscheidet administrativ. Im erleichterten Einbürgerungsverfahren können insbesondere eingebürgert werden:

      Ausländische Kinder eines schweizerischen Elternteils

    Ausländische Ehepartner von Schweizerinnen oder Schweizern. Voraussetzung ist dabei, dass der Schweizer Partner im Zeitpunkt der Eheschliessung bereits Schweizer Bürger/in war. Diese erleichterte Einbürgerung kann nach dreijähriger Ehedauer beantragt werden, wenn der ausländische Ehepartner insgesamt fünf Jahre in der Schweiz gewohnt hat. Vor Erteilung des Bürgerrechts wird der Kanton angehört und hat - wie auch die Gemeinde - ein Beschwerderecht. Wer im erleichterten Verfahren eingebürgert werden will, muss in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert sein. Zudem muss die Person die schweizerische Rechtsordnung beachten und darf die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden.

    Ausländische Personen der dritten Generation, können sich erleichtert einbürgern, wenn
    • mindestens ein Grosselternteil in der Schweiz geboren worden ist oder glaubhaft gemacht wird, dass er ein Aufenthaltsrecht erworben hat;
    • mindestens ein Elternteil eine Niederlassungsbewilligung erworben hat, sich mindestens 10 Jahre in der Schweiz aufgehalten hat und mindestens 5 Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz besucht hat;
    • sie in der Schweiz geboren sind und eine Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) besitzen;
    • sie mindestens 5 Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz besucht haben;
    • sie erfolgreich integriert sind;
    • sie das Gesuch spätestens bis zu meinem 25. Geburtstag einreichen (Übergangsregelung: Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesbestimmung zwischen 25 und 34 Jahre alt sind, können innert 5 Jahren ein Gesuch stellen).

      Allfälliger Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

      Die schweizerische Gesetzgebung erlaubt eingebürgerten Personen die Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit. Trotzdem kann der freiwillige Erwerb des Schweizer Bürgerrechts zum automatischen Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit führen, sofern die Gesetzgebung des Herkunftslandes dies vorsieht. Verbindliche Auskünfte können ausschliesslich die zuständigen Botschaften und Konsulate des Herkunftslandes erteilen.

       

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